![]() | Jetzt mal eine kritische Betrachtung So ich habe mir diese Suggestion nochmals vorgenommen, da ich nach unserem Präsenztraining drauf angesprochen wurde. Wie schon gesagt, sie ist nicht schlecht, aber… Schon die Überschrift ist etwas irreführend, denn es wird von einer „Hypnose ohne Suggestion“ gesprochen. Das gibt es eigentlich gar nicht, gemeint ist hier wohl ohne Wirksuggestion. Die Tatsache dass ich Dinge sage – eben suggeriere ist schon eine Suggestion – seltsam wenn das nicht bekannt ist. „Ich habe nichts suggeriert… aber die Wirkung ist voll eingetreten“ heißt es dann wohl nach der Hypnose. Zu suggerieren, „dass man sich nicht bewegen wird“ kann eine echte Tortur für den Patienten sein, denn Bewegungen des Kopfes oder der Arme, vor allem wenn man sich in der Trance sehr wohl fühlt sind etwas ganz Normales. Bei meinen Patienten ist das etwas ganz Normales und es würde mich wundern, wenn das nicht passiert. Das dann gleich per Suggestion einzuschränken ist nicht so der Bringer. „Du liegst ganz ruhig und bequem“ ist da auf jeden Fall eine angenehmere Lösung. Ich bin auch vorsichtig Schläfrigkeit zu suggerieren, denn am Anfang meiner Tätigkeit sind mir einige Patienten einfach eingeschlafen, weil die Suggestionen sehr angenehm waren. Besser finde ich zu suggerieren „du erlaubst deinem Körper zu schlafen, aber nur dein Körper schläft, dein Geist ist hellwach und hört meine Stimme, versteht meine Worte…“. „Alles um Dich herum ist jetzt völlig gleichgültig“ hatte ich auch mal in einer Hypnose bei mir selbst, wo ich hypnotisiert wurde, mir waren auf einmal sogar die Stimme und die Worte der Hypnotiseurin völlig gleichgültig und ich habe sie einfach nicht mehr beachtet… Rapportverlust war dann die Folge. Wichtiger ist es um das angestrebte Ziel zu erreichen die Umgebungsgeräusche auszublenden und die eigenen Gedanken fließen zu lassen und nicht festzuhalten. Mittels geeigneter Suggestion kein Problem, aber so wie hier dargestellt sicher nicht. Verwirrend ist auch kurz vor Schluss der Teil, wo suggeriert wird, dass „dein Arm ist wieder völlig locker und gelöst“. Er war doch zuvor gar nicht steif und fest. Normalerweise wird so eine Katalepsie aufgelöst aber die hatte doch gar nicht stattgefunden zu vor. Seltsame Suggestion. So etwas kann auch, da völlig unlogisch, bei unzureichender Trancetiefe zu einem Rapportverlust führen. Die hier vorgestellte Auflösung ist in meinen Augen ein absolutes No Go. Kopfschmerzen inklusive bei dieser „Hypnose ohne Suggestion“, denn Puls und Blutdruck wurden nicht auf das für den Patienten optimalen Wert wieder angehoben. Gerade wegen solcher Fehler ist es eben wichtig eine fundierte Ausbildung zu machen um solche Fehler zu vermeiden. Eine gute Ausleitung und Aufhebung der Trance ist bereits im Grundkurs Bestandteil eines jeden seriösen Seminars. Sicher ist das hier jetzt nicht tragisch, aber ich erspare meinen Patienten gerne auch die anschließenden Kopfschmerzen oder Schwindelgefühle. Wenn, so wie mir von Heinrich gesagt wurde, hier auch viele Fachleute in der Gruppe sind, dann wundert mich schon, warum das niemand aufgefallen ist und niemand sich dazu geäußert hat? LG - Andy |
![]() | Schöne Suggestion, aber... Nach einigen negativen Erfahrungen auch in unserem Kollegenkreis mit dem "dein Kopf ist klar und frei", sind wir da in unserer Peergroup seid einigen Jahren etwas vorsichtiger und lassen diesen Teil weg bzw. ersetzen ihn. Für Fachleute sicher kein Problem, aber Anfänger oder Laien sind sich oft unsicher wie der Trancezustand des Patienten in dem Moment ist und wenn da eine eine mittlere oder gar tiefe Trance vorliegt, dann kann es Probleme geben. Jetzt werden einige fragen warum denn, die Suggestion ist doch sehr schön? Wir gehen heute nach langjähriger Erfahrung davon aus, dass das UB gerade in tiefer Trance wortwörtlich reagiert oder sagen wir besser, dass es die Suggestionen in Bilder umsetzt und interpretiert. Man muss sich das in etwa so vorstellen wie einen Übersetzer oder Dolmetscher. Die menschliche Sprache wird in Bilder umgesetzt bzw. übersetzt. Je besser ein Proband visualisieren kann um so besser funktioniert das. Zu beachten ist dann nämlich, dass je nachdem, welche Bilder das UB nun für "klar und frei" erzeugt, diese Suggestion bereits in mittlerer Trance sehr goße Probleme bereiten oder gar gefährlich werden kann. Es ist inzwischen doch einige Male passiert, dass "klar und frei" als "leer" (ohne Inhalt!) interpretiert wurde. Ein leerer Kopf enthält aber nichts mehr! Die Probanden erleiden im günstigsten Fall einen Gedächtnisverlust und im ungünstigsten Fall werden sie ein Fall für den Psychiater. Deshalb mahne ich da zur Vorsicht diese Passage mit "der Kopf ist klar und frei" einzusetzen. Besser sollte sein "Du fühlst dich vollkommen wohl", was ja danach auch steht. Der Fachmann wird keine Probleme haben damit umzugehen wenn mal was aus dem Ruder läuft, der Laie wird nie drauf kommen was da schief gelaufen ist. Man kann fast jeden Fehler korrigieren, aber dazu muss man erst einmal erkennen, was man für einen Fehler gemacht hat. Wir zeichnen in unserer Praxis z.B. jede Sitzung auf Video auf, da könnte man zur Not dann nochmals nachschauen oder hören, was gesagt wurde. Zu gegebener Zeit werde ich mir mal die ganze Suggestion kritisch vornehmen. Ich denke da sieht man mal wieder anschaulich "kleine Ursache - große Wirkung!" LG - Andy_Chris |
![]() | @paarhamburg sehr sehr gut geschrieben ! |
![]() | Bist Willkommen. Wir freuen uns auf dich. Heinz |
![]() | Hallo an alle bin neu hier und freue mich in der gruppe sein zu dürfen lg Andrea |
![]() | sehr angenehm als wenn ich es schon beim lesen gemerkt habe. sehr angenehm. |
![]() | Beispiel für eine Hypnose ohne Suggestionen „Lege Dich nun so hin, dass Du in der nächsten Zeit völlig ruhig und bequem liegen kannst. Schließe Deine Augen, und versprich Dir selbst, dass Du Dich ab jetzt nicht mehr bewegen wirst. Achte nur noch auf meine Worte, alles andere um Dich herum ist nun völlig gleichgültig. Du achtest nur auf meine Worte und atmest ganz ruhig, tief und gleichmäßig. Gehe mit Deiner Aufmerksamkeit in Deine Füße, und lockere dort jeden einzelnen Muskel – Du spührst, wie sich deine Fußsole entspannt. Deine Füße sind vollkommen locker und gelöst. Ganz locker und gelöst, Du atmest ruhig und tief und Deine Füße sind vollkommen locker und gelöst. Auch deine Unterschenkel werden jetzt vollkommen locker und gelößt. Vollkommen locker und gelößt. Auch deine Oberschenkel entspannen sich jetzt und werden auch vollkommen locker und gelößt. Du kannst deutlich spühren, wie sich deine Oberschenkel völlig entspannen. Du kannst jetzt deutlich das Gewicht Deiner Beine spüren und vielleicht spürst Du schon jetzt, dass Deine Beine immer schwerer werden je mehr Du Dich entspannst, immer schwerer und schwerer. Mit jedem Atemzug schwerer und schwerer – ganz schwer, und Du fühlst Dich sehr wohl dabei. Du kannst nun noch mehr loslassen – deine Beine sind jetzt vollkommen locker und gelöst. Auch Dein Becken lockert sich nun, mehr und mehr kannst Du spüren, wie schwer Dein Becken ist. Und mit jedem Atemzug kannst Du noch mehr loslassen jetzt – einfach loslassen, treiben lassen. Auch Dein Bauch kann jetzt vollkommen locker sein, und Du spürst deutlich das Heben und Senken Deines Bauches, und Du weißt, dass Du mit jedem Einatmen noch mehr Ruhe aufnehmen kannst und mit jedem Ausatmen alles loslassen kannst, was Du jetzt nicht mehr brauchst. Halte jetzt keine Gedanken mehr fest, laß sie einfach treiben. Keinen Gedanken mehr festhalten, einfach treiben lassen...... Und weiter hinauf in Deine Brust – und auch hier wieder das Heben und Senken Deiner Atmung, und auch hier wieder mit jedem Einatmen mehr Ruhe aufnehmen, mit jedem Ausatmen loslassen. Auch Deine Brust ist jetzt vollkommen locker und gelöst, ganz locker und gelöst. Vielleicht spürst Du schon jetzt, wie sich dieses angenehme Gefühl von Ruhe und Gelöstheit in Deinem ganzen Körper ausbreitet. Gib Dich einfach diesem angenehmen Gefühl der Ruhe und Schwere hin. Auch Dein Rücken und Deine Schultern ganz locker und gelöst jetzt, ganz locker und gelöst. Du kannst das ganze Gewicht Deines Körpers jetzt der Unterlage anvertrauen, in die Unterlage einsinken lassen. Immer tiefer und tiefer in die Unterlage einsinken, jetzt oder in einer Weile. Deutlich spürst Du, wo Deine Arme die Unterlage berühren und auch hier vollkommene Gelöstheit. Dein ganzer Körper ist ruhig, gelöst und schwer. Und mit jedem Atemzug breitet sich dieses Gefühl weiter aus. Immer mehr und mehr Schwere und Müdigkeit breiten sich in Deinem Körper aus, und Du fühlst Dich sehr wohl dabei. Alles um Dich herum ist nun völlig gleichgültig – Du lässt Dich tiefer und tiefer sinken und genießt diese angenehme Ruhe und Schläfrigkeit. Nichts ist mehr wichtig jetzt, Du sinkst einfach nur tiefer und tiefer. Mit jedem Atemzug tiefer und tiefer sinken. Ganz ruhig, schwer und müde. Immer tiefer und tiefer jetzt – tiefer und tiefer sinken, alles andere ist vollkommen unwichtig. Deine Augen sind ganz fest geschlossen, und Du fühlst Dich wohl, sehr wohl, und wenn sich jetzt oder in einer Weile wieder dieses Gefühl von Müdigkeit und Schläfrigkeit hinter Deinen Augen ausbreitet, weißt Du, dass Du es zulassen kannst – und noch tiefer gehen - jetzt, einfach treiben lassen. Aber ganz gleich, wie tief Du auch sinkst, irgend etwas in Dir wird den Kontakt zu meiner Stimme halten, so dass Du alles spüren, fühlen und empfinden kannst, was ich Dir sage. Ganz weit öffnet sich nun das Tor zu Deinem Unterbewusstsein und alles, was ich Dir sage, dringt ganz tief in Dich ein – und Du fühlst Dich sehr wohl dabei, und alles, was ich Dir jetzt sage, prägt sich ganz tief und fest in Dir ein, und ganz wie von selbst reagiert Dein Unterbewusstsein darauf.“ „Ich fordere Dich nun gleich auf, die Augen zu öffnen und mir ein paar Fragen zu beantworten. Du kannst die Augen öffnen und mir antworten, ohne dass sich Dein Zustand ändert. Und wenn ich anschließend sage „Augen zu“, fallen Deine Augen zu, und Du sinkst noch tiefer. Öffne jetzt Deine Augen: Kannst Du das Gefühl der Ruhe wahrnehmen? Kannst Du die Schwere in Deinen Beinen spüren? Waren Deine Empfindungen bis jetzt angenehm? Hat Dir etwas besonders gut gefallen?“ „Augen zu“! Lass jetzt noch mehr los, und sinke noch tiefer – noch tiefer sinken jetzt.“ Dein ganzer Körper ist ruhig, gelöst und schwer. Und mit jedem Atemzug breitet sich dieses Gefühl weiter aus. Immer mehr und mehr Schwere und Müdigkeit breiten sich in Deinem Körper aus, und Du fühlst Dich sehr wohl dabei. Alles um Dich herum ist nun völlig gleichgültig – Du lässt Dich tiefer und tiefer sinken und genießt diese angenehme Ruhe und Schläfrigkeit. Nichts ist mehr wichtig jetzt, Du sinkst einfach nur tiefer und tiefer. Mit jedem Atemzug tiefer und tiefer sinken. Ganz ruhig, schwer und müde. Immer tiefer und tiefer jetzt – tiefer und tiefer sinken, alles andere ist vollkommen unwichtig. Deine Augen sind ganz fest geschlossen, und Du fühlst Dich wohl, sehr wohl, und wenn sich jetzt oder in einer Weile wieder dieses Gefühl von Müdigkeit und Schläfrigkeit hinter Deinen Augen ausbreitet, weißt Du, dass Du es zulassen kannst – und noch tiefer gehen - jetzt, einfach treiben lassen. „Zeit und Raum spielen für Dich nun keine Rolle mehr, Du kannst Dich jetzt vom Hier und Jetzt lösen und tun, was Du willst. Du kannst z.B. irgendwo an einem schönen Strand liegen und die warme Sonne spüren, möglicherweise schmeckst Du sogar die salzige Luft und kannst den warmen Sand in Deinen Händen spüren. Und während Du dort so liegst, hörst Du plötzlich eine sanfte Stimme, die Dir ins Ohr flüstert und sagt, dass Du Dich nun vollkommen gehen lassen kannst – dass Du das Gewicht Deines Körpers in den warmen Sand einsinken lassen kannst. Du findest diese Stimme sehr angenehm und spürst, wie sie Dir hilft, wirklich tiefer zu sinken, so tief, dass sogar das Rauschen des Meeres verstummt und immer noch tiefer und tiefer. So tief, dass Du auch den Sand unter Deinem Körper nicht mehr spürst. Immer tiefer und tiefer – und schließlich glaubst Du einzuschlafen, tief und fest zu schlafen, und wenn Du schläfst, kannst Du träumen, träumen dass Du in einem Boot liegst, das dort draußen auf dem Meer sanft von den Wellen geschaukelt wird, und Du genießt dieses Hin- und Herwiegen und hörst die Wellen, die sanft an die Bordwand klatschen. Und während Du dieses hin und herwiegen der Wellen geniest erinnerst Du Dich vielleicht an die Worte, die Deinem Körper so gut tun, die Stimme, die Dir erzählt, wie angenehm schwer ein entspannter Körper sein kann, und so treibst Du dahin und lauschst den Worten, die Dich immer tiefer und tiefer führen, immer tiefer und tiefer, ganz tief – und jetzt kannst Du alles tun, was ich Dir sage, und Du fühlst Dich sehr wohl dabei ...!“ Dein Arm ist jetzt wieder völlig locker und gelöst. Völlig locke und gelöst. Es breites ich eine angenehme Wärme in deinem Arm aus und er ist wieder völlig locke und gelöst. Du spürst und fühlst wie angenehm dieser Zustand ist und mit jeder weiteren Sitzung erreichst Du diesen Zustand schneller, - mit jeder weiteren Sitzung kann sich dieser Zustand wie von selbst vertiefen, ganz wie von selbst, immer tiefer und tiefer, immer tiefer und tiefer....... „Langsam schließt sich nun wieder das Tor zu Deinem Unterbewusstsein, und Du bereitest Dich darauf vor, wieder zurückzukommen. Ich zähle nun von Eins bis Sieben, mit jeder Zahl wirst Du etwas wacher, bei der Zahl Sieben öffnest Du Deine Augen und bist vollkommen wach, Dein Kopf ist klar und frei, und Du fühlst Dich sehr wohl. EINS Du kommst nun langsam zurück. ZWEI Du atmest tief durch und fühlst Dich immer wacher und wacher. DREI Du fühlst Dich sehr wohl. VIER Du kommst weiter zurück. FÜNF Du bewegst Deine Arme und Beine. SECHS Gleich öffnest Du Deine Augen und bist hellwach. SIEBEN Augen auf – Du bist wach und fühlst Dich sehr wohl.“ |
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